Saxo Bank im Test: Investmentbank, 72.000 Instrumente & Plattform
Dänische Investmentbank mit S&P-Rating A-, 9 Tier-1-Regulierern und einer preisgekrönten Handelsplattform – ehrlich bewertet für anspruchsvolle deutsche Trader.
Saxo Bank auf einen Blick
Die Saxo Bank wurde 1992 in Kopenhagen als eine der ersten Online-Investmentbanken der Welt gegründet. Heute verwaltet das Unternehmen Kundeneinlagen im zweistelligen Milliardenbereich und bietet Zugang zu über 72.000 Finanzinstrumenten – von Forex und CFDs über Aktien und Anleihen bis hin zu Optionen, Futures und Investmentfonds. Mit einem S&P-Kreditrating von A- und Regulierung durch 9 Tier-1-Aufsichtsbehörden weltweit gehört Saxo zu den sichersten und institutionellsten Anbietern, die Privatanlegern offenstehen.
Gründung1992 (Kopenhagen, Dänemark)
RegulierungDFSA · FCA · FINMA · ASIC · MAS + 4 weitere
EUR/USD Spreadab 0,6 Pips (Classic) / ab 0,4 (Platinum)
Die Saxo Bank ist als vollständig lizenzierte Investmentbank reguliert – nicht nur als Broker. Das ist ein fundamentaler Unterschied: Banken unterliegen deutlich strengeren Kapitalanforderungen, Liquiditätsvorschriften und Aufsichtsstandards als reine Broker. Die primäre Regulierung erfolgt durch die dänische Finanzaufsicht DFSA (Danish Financial Supervisory Authority), ergänzt durch Lizenzen bei der britischen FCA, der Schweizer FINMA, der australischen ASIC, der singapurischen MAS und vier weiteren Tier-1-Behörden.
Das S&P-Kreditrating von A- unterstreicht die finanzielle Solidität: Dieses Rating erhalten in der Broker-Branche nur sehr wenige Unternehmen und signalisiert eine außergewöhnlich starke Kapitalausstattung sowie ein geringes Ausfallrisiko. Für sicherheitsbewusste Trader, die ihr Kapital bei einem finanziell robusten Institut verwahrt wissen wollen, ist Saxo die erste Adresse.
Seit Februar 2025 erhebt Saxo Bank keine Custody Fees mehr für europäische Kunden – eine wesentliche Verbesserung, die den Broker auch für langfristige Anleger attraktiver macht. Kundengelder werden segregiert bei erstklassigen Banken verwahrt, und der Einlagenschutz beträgt bis zu 100.000 € für dänische Entitäten (über den Garantifonden).
SaxoTraderGO und SaxoTraderPRO
Saxo Bank bietet zwei eigene Handelsplattformen: SaxoTraderGO (webbasiert und mobil) und SaxoTraderPRO (Desktop-Applikation für Profis). SaxoTraderGO wurde mehrfach als beste Handelsplattform ausgezeichnet und verbindet ein elegantes, modernes Interface mit professionellen Analyse-Tools. Die Plattform bietet integrierte Research-Reports, Wirtschaftskalender, Markt-Sentiment-Daten und ein Portfolio-Analyse-Tool, das Exposure, Risiko und Performance in Echtzeit visualisiert.
SaxoTraderPRO richtet sich an professionelle und institutionelle Trader mit erweiterten Ordertypen, Multi-Monitor-Support, algorithmenbasierter Orderausführung und Level-2-Marktdaten. Die Plattform ist leistungsstark, aber weniger komplex als die TWS von Interactive Brokers – ein guter Mittelweg zwischen Funktionstiefe und Benutzerfreundlichkeit.
Kein MetaTrader: Saxo Bank bietet weder MetaTrader 4/5 noch cTrader oder TradingView an. Trader, die auf Expert Advisors, cAlgo oder TradingView Pine Scripts angewiesen sind, finden bei Pepperstone (alle vier Plattformen) oder IC Markets (MT4/MT5/cTrader) mehr Flexibilität.
Kosten: Spread-Modell mit Volumenrabatten
Saxo Bank arbeitet mit einem reinen Spread-Modell ohne separate Kommission. Die Spreads sind in drei Preisstufen gestaffelt: Classic (Standardkunden, ab 0,6 Pips EUR/USD), Platinum (ab 200.000 USD Einlage, ab 0,4 Pips) und VIP (ab 1.000.000 USD, ab 0,3 Pips). Für Standardkunden sind die Spreads damit auf dem Niveau von IG (ab 0,6 Pips), aber breiter als die Rohspreads bei ECN-Brokern wie FP Markets oder Pepperstone.
Für vermögende Kunden wird Saxo durch die Volumenrabatte zunehmend attraktiv: Auf Platinum-Level (ab 200.000 USD Einlage) sinken nicht nur die Forex-Spreads, sondern auch die Kommissionen auf Aktien, Optionen und Futures. Das macht Saxo zum Premium-Anbieter für Multi-Asset-Investoren mit größerem Kapital.
Vorteile und Nachteile
Vorteile
Echte Investmentbank mit S&P-Rating A- – höchste finanzielle Solidität
9 Tier-1-Regulierer (DFSA, FCA, FINMA, ASIC, MAS u.a.)
72.000+ Instrumente – die größte Auswahl aller Broker
Preisgekrönte SaxoTraderGO-Plattform
Keine Mindesteinzahlung für deutsche Kunden
Keine Custody Fees seit Februar 2025
Volumenrabatte auf Platinum- und VIP-Level
Professionelles Research und Marktanalyse integriert
Nachteile
Kein MetaTrader, cTrader oder TradingView
Spreads für Standardkunden breiter als bei ECN-Brokern
Volumenrabatte erst ab 200.000 USD Einlage
Demo-Konto auf 20 Tage begrenzt
Keine BaFin-Vollregulierung (DFSA-reguliert, BaFin-registriert)
Eher auf Multi-Asset-Investoren als auf reine Forex-Trader zugeschnitten
Kundenservice gemischt – Wartezeiten möglich
Fazit: Für wen eignet sich die Saxo Bank?
Die Saxo Bank ist der Premium-Broker für sicherheitsbewusste Multi-Asset-Investoren mit mittlerem bis großem Kapital. Die Kombination aus Investmentbank-Status, S&P A--Rating, 72.000 Instrumenten und der eleganten SaxoTraderGO-Plattform spricht Trader und Anleger an, die Wert auf institutionelle Sicherheit und eine professionelle Handelsumgebung legen.
Für reine Forex-Trader, die auf engste Spreads und MetaTrader-Ökosystem angewiesen sind, ist Saxo weniger geeignet – hier bieten Pepperstone oder FP Markets bessere Konditionen. Wer den gleichen Multi-Asset-Zugang mit noch breiterer Marktabdeckung und günstigeren Konditionen für Vieltrader sucht, sollte Interactive Brokers vergleichen.
Unabhängig davon, für welchen Broker Sie sich entscheiden: Ich empfehle jedem Einsteiger, den Forex-Handel zunächst risikofrei mit einem Demo-Konto zu testen. Mein persönlicher Favorit ist XTB – mit der preisgekrönten xStation 5, BaFin-Regulierung aus Berlin, deutschsprachigem Support und der hauseigenen Academy ist XTB der ideale Startpunkt. Das Demo-Konto ist kostenlos und unverbindlich.
72 % der Privatanlegerkonten verlieren Geld beim Handel mit CFDs bei Saxo Bank. Sie sollten abwägen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.