9,6 Bio.
US-Dollar tägliches Handelsvolumen
24/5
Stunden am Tag, 5 Tage pro Woche
170+
Währungen weltweit handelbar
Was bedeutet Forex?
Forex ist die englische Abkürzung für Foreign Exchange Market, auf Deutsch schlicht Devisenmarkt. Der Begriff beschreibt den globalen Marktplatz, an dem Währungen gegeneinander getauscht werden. Weitere gebräuchliche Bezeichnungen sind FX-Markt oder Devisenhandel.
Der Forex-Markt ist der mit Abstand größte Finanzmarkt der Welt. Laut der Dreijahresumfrage der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) aus dem Jahr 2025 liegt das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen bei rund 9,6 Billionen US-Dollar. Zum Vergleich: Dieses tägliche Volumen übersteigt den Jahresumsatz vieler nationaler Aktienbörsen um ein Vielfaches und ist rund 50-mal so hoch wie das tägliche Handelsvolumen der New Yorker Wertpapierbörse (NYSE).
Gut zu wissen: Der Forex-Markt ist ein sogenannter außerbörslicher Markt (OTC – Over the Counter). Das bedeutet, dass es keine zentrale Börse gibt, an der alle Geschäfte zusammenlaufen. Stattdessen wird direkt zwischen den Marktteilnehmern gehandelt – über ein weltweites Netzwerk aus Banken, Brokern und anderen Finanzinstituten.
Handelszeiten und Vorteile des Forex-Marktes
Der Forex-Markt steht Händlern 24 Stunden am Tag an 5 Tagen pro Woche zur Verfügung – von Sonntagabend (MEZ) bis Freitagnacht. Der Handel beginnt mit der Eröffnung des Marktes in Sydney, wandert dann über Tokio und London bis nach New York und startet anschließend wieder in Ozeanien. Dadurch gibt es immer einen aktiven Handelsplatz irgendwo auf der Welt.
Für private Trader ergeben sich daraus mehrere Vorteile. Zum einen können Sie Ihren Handel individuell an Ihren Tagesablauf anpassen, unabhängig davon ob Sie morgens, mittags oder abends handeln möchten. Zum anderen sorgt die enorme Liquidität dafür, dass Sie in den meisten Währungspaaren jederzeit einen Handelspartner finden und Geschäfte zügig abgeschlossen werden.
Gewinne bei steigenden und fallenden Kursen
Ein wesentlicher Unterschied zu klassischen Aktieninvestments besteht darin, dass Forex-Trader von steigenden und fallenden Kursen profitieren können. Da Währungen immer paarweise gehandelt werden, kaufen Sie automatisch eine Währung und verkaufen gleichzeitig eine andere. Erwarten Sie einen steigenden Euro-Kurs gegenüber dem US-Dollar, gehen Sie eine sogenannte Long-Position auf EUR/USD ein. Erwarten Sie einen fallenden Euro, eröffnen Sie eine Short-Position. In beiden Fällen können Sie Gewinne erzielen, wenn Ihre Einschätzung zutrifft.
Hinweis: Auch an Aktienmärkten sind durch Leerverkäufe und CFD-Handel Gewinne bei fallenden Kursen möglich. Am Forex-Markt gehört dieses Prinzip jedoch zum grundlegenden Handelsmechanismus, da jede Transaktion automatisch aus einer Long- und einer Short-Seite besteht.
Die wichtigsten Währungspaare im Forex-Handel
Forex-Kurse werden ausschließlich in Währungspaaren angegeben – also zum Beispiel EUR/USD. Die erste Währung im Paar wird als Basiswährung bezeichnet, die zweite als Kurswährung. Der angezeigte Kurs zeigt, wie viel von der Kurswährung für eine Einheit der Basiswährung bezahlt werden muss. Ein EUR/USD-Kurs von 1,0850 bedeutet also, dass Sie für einen Euro genau 1,0850 US-Dollar bezahlen.
Die meistgehandelten Währungen stammen aus den größten und finanzstärksten Wirtschaftsräumen der Welt. Der US-Dollar ist dabei die mit Abstand dominanteste Handelswährung und ist an der großen Mehrheit aller Forex-Transaktionen beteiligt. Die folgenden sogenannten Major-Pairs machen zusammen rund 85 % des gesamten Devisenumsatzes aus:
| Währungspaar |
Bezeichnung |
Beschreibung |
| EUR/USD |
Euro / US-Dollar |
Meistgehandeltes Paar weltweit |
| USD/JPY |
US-Dollar / Japanischer Yen |
Zweitwichtigstes Paar |
| GBP/USD |
Britisches Pfund / US-Dollar |
Auch bekannt als „Cable" |
| USD/CHF |
US-Dollar / Schweizer Franken |
CHF gilt als „sicherer Hafen" |
| AUD/USD |
Australischer Dollar / US-Dollar |
Stark rohstoffabhängig |
| USD/CAD |
US-Dollar / Kanadischer Dollar |
Beeinflusst von Ölpreisen |
| NZD/USD |
Neuseeland-Dollar / US-Dollar |
Auch bekannt als „Kiwi" |
Neben den Major-Pairs gibt es sogenannte Cross-Pairs (Kreuzpaare), bei denen der US-Dollar nicht beteiligt ist – etwa EUR/GBP, EUR/JPY oder EUR/CHF. Darüber hinaus existieren exotische Währungspaare wie USD/TRY (Türkische Lira) oder EUR/PLN (Polnischer Zloty), die geringere Liquidität aufweisen und daher meist höhere Spreads mit sich bringen.
Die Rolle des chinesischen Renminbi
Eine wichtige Entwicklung der letzten Jahre ist der Aufstieg des chinesischen Renminbi (CNY). Er ist mittlerweile die fünfthäufigst gehandelte Währung weltweit. Im Zuge der zunehmenden wirtschaftlichen Globalisierung und der Bemühungen Chinas, den Renminbi als internationale Handelswährung zu etablieren, nimmt seine Bedeutung am Forex-Markt stetig zu.
Wer handelt am Forex-Markt?
Der Devisenmarkt wird von verschiedenen Teilnehmergruppen geprägt. Die wichtigsten Akteure sind große Geschäftsbanken und Investmentbanken, die den sogenannten Interbankenhandel bilden und für den Großteil des täglichen Volumens verantwortlich sind. Daneben spielen Zentralbanken eine bedeutende Rolle, da sie durch geldpolitische Entscheidungen und Devisenmarktinterventionen Wechselkurse gezielt beeinflussen können.
Auch Hedgefonds, Vermögensverwalter und multinationale Unternehmen, die ihre internationalen Geschäfte gegen Währungsrisiken absichern, gehören zu den wichtigen Marktteilnehmern. Private Trader, die über sogenannte Forex-Broker handeln, machen zwar nur einen kleinen Anteil am Gesamtvolumen aus, haben aber dank moderner Online-Plattformen einen deutlich einfacheren Zugang zum Markt als noch vor einigen Jahren.
Hinweis: Beim CFD-Handel unterliegt Ihr Kapital einem Risiko. Der Finanzhandel
(wie Devisen, Rohstoffe, Indizes und Aktien) mit einem Hebel ist mit einem hohen
Risiko verbunden und daher nicht für sicherheitsbewusste Anleger geeignet. Ziehen
Sie sorgfältig Ihre Ziele beim Investieren, Ihre finanzielle Situation, Ihre
Bedürfnisse sowie Ihre Erfahrungen und Kenntnis der Materie in Betracht, bevor
Sie mit dem Online-Handel beginnen. Beachten Sie, dass vergangene Gewinne keine
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